„BVG-Entscheidung für HR: Wählen Sie mit Weitblick“
Die berufliche Vorsorge (BVG) ist für Unternehmen in der Schweiz nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern zunehmend ein strategisches Instrument zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Für HR-Verantwortliche bedeutet das: Die Wahl der richtigen Pensionskassenlösung ist ein zentraler Hebel für Mitarbeiterbindung, Kostenkontrolle und Risikomanagement. Doch wie trifft man diese Entscheidung fundiert?
Der Markt im Wandel
In den letzten zehn Jahren hat sich der Schweizer Pensionskassenmarkt stark konsolidiert – von über 2'000 auf rund 1'320 Kassen. Diese Entwicklung ist Ausdruck eines strukturellen Wandels, getrieben durch steigende regulatorische Anforderungen, Digitalisierung und den Wunsch nach Skaleneffekten. Für HR bedeutet das: Die Auswahl an Anbietern hat sich verändert – und mit ihr die Anforderungen an eine fundierte Evaluation.
Modellvielfalt verstehen
Grundsätzlich stehen vier Modelle zur Auswahl: autonome Kassen, teilautonome Lösungen, Sammelstiftungen und Vollversicherungen. Jede Variante bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich:
HR sollte diese Modelle nicht nur aus finanzieller Sicht bewerten, sondern auch im Hinblick auf Unternehmenskultur, Mitarbeiterstruktur und strategische Ziele.
Entscheidungskriterien definieren
Eine fundierte Auswahl basiert auf klaren Kriterien. Dazu gehören:
Tools wie das SPKR-Rating, die Swisscanto, Pensionskassenstudie oder Pensionskassenvergleich.ch helfen, Anbieter objektiv zu vergleichen.
Strategische Perspektive einnehmen
Die Wahl der BVG-Lösung sollte nicht isoliert betrachtet werden. Sie beeinflusst:
HR sollte die Entscheidung daher gemeinsam mit Geschäftsleitung, Finanzen und – wenn vorhanden – dem Stiftungsrat treffen.
Handlungsempfehlung