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Leiter Finanzen & HR in einem internationalen Versicherungsverbund: Besetzung einer Schlüsselposition in 3.5 Monaten

Executive Summary

Ein international vernetztes Versicherungsbündnis mit Sitz in der Deutschschweiz stand nach einem Führungswechsel an der Spitze vor der Aufgabe, die Stelle des Leiters Finanzen & HR gezielt neu zu besetzen. Die veränderten Anforderungen an die Rolle – höhere strategische Reichweite, internationale Kommunikationsfähigkeit und tiefes Finance-Know-how in einem kleinen, schlanken Kernteam – machten eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Profil notwendig. In enger Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführerin wurde das Anforderungsprofil von Grund auf entwickelt und der gesamte Auswahlprozess aktiv begleitet. Das Ergebnis: eine erfolgreiche Besetzung in weniger als vier Monaten, mit einem Kandidaten, der die in ihn gesetzten Erwartungen von Beginn an übertraf.

 

Die Ausgangslage

Ein Führungswechsel an der Spitze schafft Bewegung in der zweiten Reihe

Das Unternehmen ist kein klassischer Versicherer, sondern das permanente Kernteam eines strategischen Verbunds führender europäischer Versicherungsgesellschaften. Der Verbund vereint mehrere zehntausend Mitarbeiter und ist in zahlreichen Ländern aktiv – das eigene Kernteam jedoch bewusst kompakt gehalten. 

 

Als die neue Geschäftsführerin ihre Funktion übernahm, brachte sie eine klare strategische Agenda mit: stärkere Nutzung von Synergien zwischen den Mitgliedsunternehmen, mit Fokus auf digitale Transformation und IT-Innovation. Diese neue Ausrichtung verlangte auch nach einem anderen Profil in der Leitungsfunktion für Finanzen und HR. Gesucht wurde nicht nur ein erfahrener Finance-Spezialist, sondern jemand, der operative Sorgfalt mit strategischer Kommunikationsfähigkeit auf Ebene grosser Versicherungskonzerne verbindet – und dabei in einem dynamischen, internationalen Umfeld souverän agiert.

 

Was die Suche anspruchsvoll machte

Die Rolle stellte eine ungewöhnliche Anforderungskombination dar. Einerseits musste der künftige Stelleninhaber die operativen Aufgaben eines kleinen, eigenständigen Unternehmens vollumfänglich tragen – von der Finanzberichterstattung über Jahresabschlüsse und Payroll bis hin zu rechtlichen und HR-Belangen. Andererseits verlangte die Einbindung in den europäischen Verbund die Fähigkeit, mit Finanzverantwortlichen grosser Versicherungskonzerne strategisch zu kommunizieren. Hinzu kamen neue Anforderungen im Umgang mit Experten, die regelmässig aus den Mitgliedsunternehmen für bestimmte Zeiträume ins Kernteam kamen.

 

Im Kern standen folgende Herausforderungen:

  • Neue strategische Ausrichtung erfordert ein neu gedachtes Rollenprofil
  • Kombination aus operativer Führungsstärke und strategischer Kommunikation auf Verbundsebene
  • Kleines internes Team mit direkter Berichtslinie an die Geschäftsführerin – hohe Erwartungen an Selbstständigkeit und Urteilsvermögen
  • Veränderte Anforderungen an Finanzberichterstattung und HR durch zunehmend internationale Struktur
  • Enger Zeitrahmen: Die neue Geschäftsführerin benötigte Kapazitäten für andere strategische Schwerpunkte

 

Wie wir die Rolle gedacht haben

Profil gemeinsam erarbeiten statt Vorgaben umsetzen

 

Zu Beginn des Mandats stand nicht die Kandidatensuche, sondern die Rollenklärung. Die Auftraggeberin brachte zwar eine Grundlage für das Anforderungsprofil mit, jedoch war klar, dass dieses für die neuen strategischen Ziele des Unternehmens weiterentwickelt werden musste. Wirz & Partners übernahm dabei die Rolle eines beratenden Sparring-Partners: In enger Abstimmung wurden die entscheidenden Qualifikationen für die Zukunft des Unternehmens identifiziert und das Profil so definiert, dass es sowohl die operativen als auch die strategischen Anforderungen der Stelle präzise abbildete.

 

"Wirz & Partners hat durch ein sehr gutes Fingerspitzengefühl erkannt, welche Kompetenzen für die Rolle erforderlich waren und wo Potenziale lagen."
— Geschäftsführerin, internationaler Versicherungsverbund

 

Besonderes Gewicht legte Wirz & Partners auf das Verständnis der strukturellen Besonderheit der Rolle: klein und operativ im Tagesgeschäft, gross und strategisch im Verbundkontext. Dieses Spannungsfeld prägte die gesamte Profilierung und später auch die Gesprächsführung mit potenziellen Kandidaten.

 

 

Von der Shortlist zur Entscheidung

Fünf Wochen vom Mandatsstart bis zur Präsentation

 

Auf Basis des geschärften Profils identifizierte Wirz & Partners rund 15 geeignete Führungskräfte, deren Profile standardisiert aufbereitet und vergleichbar gemacht wurden. Die Branchenexpertise im Versicherungsumfeld floss direkt in die Auswahl ein: Alle präsentierten Kandidaten verfügten über die geforderten fachlichen Qualifikationen. Sieben wurden zu einem ersten Gespräch vor Ort eingeladen.

Wirz & Partners begleitete diese Gespräche aktiv – nicht als Beobachter, sondern als Mitgestalter. Sie übernahmen Timekeeper-Funktion, stellten am Ende gezielte Nachfragen zu noch offenen Themen und sorgten dafür, dass Kandidaten alle entscheidungsrelevanten Informationen über das Unternehmen erhielten. So wurden nicht nur die Eindrücke der Auftraggeberin geschärft, sondern auch das Bild gestärkt, das potenzielle Kandidaten vom Unternehmen gewannen.

 

 

Fallstudien auf Basis realer Unternehmenssituationen

 

Im zweiten Gesprächsschritt kamen praxisnahe Fallstudien zum Einsatz. Wirz & Partners entwickelte diese Aufgaben auf Basis realer Situationen des Unternehmens und verfeinerte sie gemeinsam mit der Auftraggeberin. Die Fallstudien bildeten die Anforderungen der Stelle realistisch ab und lieferten vergleichbare, fundierte Einschätzungen der tatsächlichen Fähigkeiten – weit über das hinaus, was klassische Gesprächsformate ermöglichen.

 

 

Der Auswahlprozess im Überblick:

  • Shortlist von rund 15 Führungskräften, standardisiert aufbereitet
  • Sieben Erstgespräche vor Ort mit aktiver Begleitung durch Wirz & Partners
  • Entwicklung praxisnaher Fallstudien auf Basis realer Unternehmenssituationen
  • Drei Kandidaten absolvierten die finale Runde – alle hätten die Position erfolgreich besetzen können
  • Kontinuierliches Erwartungsmanagement: offene Kommunikation über Risiken und mögliche Szenarien im Prozess

 

Was die Besetzung gebracht hat

 

Die Position wurde innerhalb von 3.5 Monaten erfolgreich besetzt. Der ausgewählte Kandidat entsprach dem gemeinsam erarbeiteten Zielprofil und startete mit unmittelbarer Wirkung: Bereits kurz nach Antritt realisierte er signifikante Veränderungen und Optimierungen, die die Erwartungen der Geschäftsführerin übertrafen. Dass alle drei Finalisten die Anforderungen der Stelle erfüllt hätten, unterstreicht die Qualität des vorgelagerten Prozesses.

 

"Der Kandidat ist bereits gestartet und hat signifikante Veränderungen und Optimierungen bei uns realisiert. Meine Erwartungen und Hoffnungen wurden übertroffen."
— Geschäftsführerin, internationaler Versicherungsverbund
 

Konkreter Nutzen für den Kunden:

  • Führungsposition besetzt in weniger als vier Monaten – trotz anspruchsvollem Rollenprofil
  • Vollständige Entlastung der Geschäftsführerin durch übernommene Prozessverantwortung
  • Drei final geeignete Kandidaten – kein Kompromiss in der Auswahl notwendig
  • Praxisnahe Fallstudien als valide Entscheidungsgrundlage jenseits des Gesprächseindrucks
  • Direkter Mehrwert nach Stellenantritt: spürbare Optimierungen im Finanz- und HR-Bereich

 

Kern-KPIs

  • 5 Wochen vom Mandatsstart bis zur Präsentation der Shortlist
  • 3 Kandidaten in der finalen Interviewrunde
  • 3.5 Monate Gesamtdauer des Mandats

 

Was diesen Fall ausgezeichnet hat

Dieser Fall zeigt, dass Geschwindigkeit und Qualität in der Besetzung kein Widerspruch sind – wenn Profil, Prozess und Beratungsleistung von Beginn an in dieselbe Richtung ausgerichtet sind.

 

  • Die gemeinsame Entwicklung des Anforderungsprofils war die eigentliche Grundlage des Erfolgs – nicht die Suche selbst.
  • Die aktive Begleitung der Gespräche durch Wirz & Partners erhöhte die Vergleichbarkeit und Entscheidungssicherheit erheblich.
  • Praxisnahe Fallstudien auf Basis realer Unternehmenssituationen liefern Einblicke, die kein Gesprächsformat allein ermöglicht.
  • Offenes Erwartungsmanagement – auch im Hinblick auf mögliche Absagen – schafft Vertrauen und Planungssicherheit.
  • Tiefe Branchenexpertise im Versicherungsumfeld ist Voraussetzung, um die richtigen Führungskräfte überhaupt identifizieren und ansprechen zu können.